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Gilette: Sampling vs. Word of Mouth Marketing

Ein Beitrag von Martin Oetting, trnd in seinem Blog ConnectedMarketing

Diese Woche bekam ich Post, von der P&G-Tochterfirma Gilette. Ich war überrascht, es handelte sich um einen Nassrasierer, in einer bunten Verpackung. Mittels beiliegendem Werbezettel wurde ich dazu beglückwünscht, ein neues einzigartiges Rasurprodukt erhalten zu haben. Einerseits fand ich das interessant. Aber andererseits auch nur fünf Minuten lang. Denn ich rasiere mich gar nicht nass. Und dann dachte ich darüber nach, wieviel sinnvoller mir doch eigentlich Word of Mouth Marketing erscheint - anstelle von postalischem Sampling.

Also:
Postalisches Sampling: Gilette kauft bei irgendeinem Adress-Sammler viele viele Tausende Adressen. Anhand demografischer Daten (männlich, über - nja - 15 Jahre alt) geht das Unternehmen nun davon aus, dass ich und Tausende andere Männer potenziell interessiert daran sein könnten, den Rasierer auszuprobieren. Also wird ein riesiges völlig unpersönliches Massen-Mailing mit jeweils einem Rasierer ausgesendet. In der Hoffnung, dass am Ende des Prozesses genug Leute den Rasierer die passenden Rasierklingen kaufen, so dass sich das Investment wieder lohnt.

Word of Mouth Marketing: Gilette fragt diejenigen Leute, die von sich aus bekannt geben, dass sie sich für das Thema Nassrasur ganz besonders interessieren, ob sie nicht Interesse hätten, einen nagelneuen Rasierer ganz exklusiv zu testen. Bevor das Produkt auf den Markt kommt, könnten sie es ganz bequem nach Hause geschickt bekommen. Sie werden außerdem dazu eingeladen anzugeben, wieviele Freunde sie haben, die vielleicht ebenfalls den neuen Rasierer testen möchten, die sich also freuen würden, von dem Freund auch ein Exemplar geschenkt zu bekommen. Denn das Unternehmen ist sehr interessiert daran, von möglichst vielen Leuten zu erfahren, wie sie denn den neuen Rasierer finden. Je nachdem können sie dann 3, 5 oder 10 von den Rasierern bekommen und auch ihren Freunden zum Testen geben. Die Rasierer werden den Antwortern nach Hause geschickt, anbei liegt ein Anschreiben - ein Brief. Keine Werbebroschüre. Aus dem Brief geht hervor, was sich das Unternehmen bei dem neuen Rasierer gedacht hat, und warum das Produkt etwas Besonderes ist. Außerdem die Aufforderung, doch den neuen Rasierer zu testen und Feedback dazu im Internet abzugeben. Dazu natürlich die Bitte, die zusätzlichen Rasierer auch an die Freunde weiterzugeben. Wer im Internet seine Meinung zu dem Produkt äußert, bekommt eine persönliche Antwort und Dank per Mail.

So unterscheiden sich Sampling und Word of Mouth Marketing. Weil wir fest davon überzeugt sind, dass letzteres eine deutlich bessere Verwendung von Ressourcen darstellt (denn nur diejenigen, die sich wirklich dafür interessieren, bekommen das Produkt und einen Grund darüber zu reden), gibt es trnd. Denn genau solche Prozesse organisieren wir. Damit niemand bespammt wird, und damit nur derjenige, der Lust darauf hat, Themen zu Marken geliefert bekommt, über die er oder sie mit Freunden auch wirklich reden möchte.

(Den Schlaubergern, die mich jetzt darauf hinweisen, dass Gilette ja auf diesem Wege sehr viel digitale Mundpropaganda von mir bekommen hat, sei gesagt, dass ich darüber niemals gebloggt hätte, wenn ich es nicht als Negativ-Beispiel zum Thema Word of Mouth Marketing nennen könnte... ;-)



Meldung von pressetext.de am 24.04.2010

Betrug am Steuerzahler - Bei Steuerbelastung ist der deutsche Staat Weltspitze
SKD Frankfurt empfiehlt Maßnahmen zum Steuern sparen


Bei der Steuerbelastung seiner Bürger hat Deutschland die Nase vorn. Laut einer Studie des Bundes der Steuerzahler liegt die Abgabenlast deutscher Haushalte um 150 Milliarden Euro über dem Durchschnitt der OECD-Länder.

Der deutsche Staat greift seinen Bürgern tief in die Tasche. So tief, dass man dabei durchaus vom Betrug am Steuerzahler sprechen kann. Eine aktuelle Studie des Karl-Bräuer-Instituts (KBI) des Bundes der Steuerzahler zeigt anhand von Daten aus dem Jahr 2008, dass die Steuer- und Abgabenlast der Deutschen um 150 Milliarden Euro über dem Durchschnitt aller OECD-Länder liegt. Deutschland liegt damit an der Weltspitze, was die Steuerbelastung seiner Bürger angeht.

Die politischen Diskussionen um Steuererleichterungen - eine Entlastung um 16 Milliarden Euro fordert die FDP aktuell - scheinen da wie Hohn.
"Doch selbst eine Entlastung der Steuerzahler in der genannten Höhe würde den Betrug am deutschen Steuerzahler kaum lindern", sagt Monika Fauser, Geschäftsführerin der SKD Steueroptimierte Kapitalanlagen Deutschland GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main.

Und tatsächlich zeigt die KBI-Studie die harte Wahrheit: Wenn in Deutschland die durchschnittlichen Steuersätze der führenden Industriestaaten gelten würden, dann hätten die Deutschen im Jahr 2008 über 150 Milliarden Euro mehr Netto in der Tasche gehabt.

Ein weiteres Beispiel dafür, wie Deutschland seine Bürger ausnimmt: Ein Normalverdienerehepaar mit zwei Kindern zahlt gemäß dem OECD-Schnitt 34,3 Prozent an Sozialabgaben sowie Lohn- und Mehrwertsteuer. In Deutschland wären 42,8 des Bruttoeinkommens fällig. Auf den Punkt gebracht: Bei einer Abgabenlast gemäß OECD-Durchschnitt hätte unsere deutsche Beispielfamilie monatlich rund 500 Euro mehr netto in der Familienkasse.

Doch auch Ledige bleiben nicht verschont. Dem alleinstehenden Durchschnittsverdiener mit einem eine Jahresbruttoeinkommen von 44.000 Euro werden satte 53,6 Prozent vom Staat abkassiert.

Für Monika Fauser von SKD Frankfurt (SKD Frankfurt) steht angesichts dieser Zahlen fest: "Man muss als Steuerzahler selbst aktiv werden und persönliche Maßnahmen gegen dieses staatliche Abkassieren ergreifen. Es gibt durchaus Mittel und Wege, die extreme Steuerlast für die eigenen Finanzen zu reduzieren und so effektiv Steuern zu sparen."

Den ganzen Artikel lest Ihr hier:
Betrug am Steuerzahler